Gemeinschaftpraxis für Pathologie und Dermatohistologie Frankfurt am Main Frankfurt am Main
 

Datenblatt HPV-Diagnostik

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HPV-Diagnostik mit dem Hybrid Capture II-Test (Fa. Digene)

Material: Cervixabstrich
Einsendung in: Spezielle Abstrichröhrchen mit integrierter Zytobrush
Alternativ: Bestimmung in der Monolayer-Flüssigkeit
Ungeeignet: normales Zytopräparat

Der molekularbiologische Test weist mit hoher Sensitivität und Spezifität das Vorhandensein von low- und high-risk HPV-Genotypen nach. Aufgrund der hohen Prävalenz der HPV-Infektionen ist er im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung nicht unbedingt sinnvoll und daher für das primäre Screening nicht zugelassen.

Da ein negatives Resultat besonders für high risk-Genotypen das Vorhandensein einer relevanten Dysplasie weitgehend ausschließt, ist er im Einzelfall sehr aussagekräftig und wird auf Wunsch der Patientin als IGEL-Leistung angeboten. Entsprechende IGEL-Formulare für Ihre Beratungs- und unsere Laborleistungen stellen wir gerne zur Verfügung.

Der HPV-Test stellt als Maßnahme zur Risikoeinschätzung von Dysplasien sowie bei unklaren zytologischen Befunden und bei Z.n. Konisation eine Kassenleistung dar.

Wir empfehlen in Übereinstimmung mit den Vorgaben der DGZ eine HPV-Testung bei mehr als 6 Monate persistierender leichter Dysplasie (Gruppe IIID); der Nachweis von high-risk HPV stellt eine Indikation zur intensiven diagnostischen Abklärung bzw. zur Entfernung/Zerstörung der Läsion an der Cervix dar. Ergänzend kann eine DNA-Zytometrie durchgeführt werden. Der alleinige Nachweis von low risk-Genotypen ist hingegen nicht besorgniserregend; hier ist die normale Krebsfrüherkennung ausreichend.

Eine HPV-Diagnostik bei schwerer Dysplasie, Ca in situ (Gruppe IV) oder invasivem Karzinom (Gruppe V) ist in Ermangelung von Konsequenzen nicht sinnvoll.

Der Nachweis von high risk-HPV bei unklaren Zytobefunden (Gruppe IIK/IIw oder III) oder bei Zustand nach Konisation spricht für das Vorhandensein einer zytologisch nicht eindeutig fassbaren relevanten Dysplasie bzw. eines Dysplasierezidivs.
Hier ist eine entsprechende intensive diagnostische Abklärung erforderlich.

Zusammenfassung:

Ohne Dysplasie oder zytologische Auffälligkeit bzw. zur Früherkennung: IGEL
Bei Dysplasie, unklarem Befund, Z.n. Konisation: Kassenleistung

Low risk-HPV-Nachweis
- bei IIID: Bestätigung der Dysplasiediagnose, sonst irrelevant
- ohne zytologische Auffälligkeiten: irrelevant
High risk-HPV-Nachweis
- bei IIID: Intensive Verlaufskontrolle, ggf. DNA-Zytometrie, ggf. Abklärung
- ohne zytologische Auffälligkeiten: intensive Verlaufskontrolle


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